Eine Studie der Griffith University in Queensland (Australien),  zeigt, dass sich Stress am Arbeitsplatz häufig auch negativ auf die Beziehung sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden des Partners oder der Partnerin auswirken kann. Eine strikte Trennung von Beruf und Privatleben hilft, arbeitsbedingten Stress vom Partner fernzuhalten. Die Wissenschaftler sprechen sich für eine erhöhte Work-Life-Balance aus, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Neue Forschungsergebnisse belegen: Stress kann ansteckend sein.

Professor Paula Brough vom Lehrstuhl für Organisationspsychologie der Griffith University in Australien konnte mit ihren Forschungsergebnissen nachweisen, dass der Stress vom Arbeitsplatz auf den Partner zu Hause übertragen wird. Etwa die Hälfte der Studienteilnehmer berichtete von signifikanten Einflüssen auf ihre Beziehung. Wissenschaftler nennen dieses Phänomen ‚Stressübertragung'.

Die Forscher haben untersucht, zu welchem Anteil der Arbeitsstress vom Partner in die Beziehung übertragen wird. Die Studie belegte eindeutige Fälle, in denen der Stressfaktor „Arbeit" so groß war, um dem Ehepartner davon zu berichten. Daraus resultieren eine negative Beeinflussung von dessen Gesundheit und eine Schwächung des allgemeinen Wohlbefindens an seinem Arbeitsplatz. Die Untersuchung zeigte auch, dass weder das Geschlecht des initiierenden Partners noch das Geschlecht des Empfängerpartners den Übertragungsprozess signifikant beeinflussten.

Die Forschungsergebnisse heben die Wichtigkeit der Work-Life-Balance mit klaren Regeln hervor, um sicherzugehen, dass beruflicher Stress sich nicht auf den Partner überträgt.

Die gesamte Studie zum Nachlesen finden Sie hier.