Permanenter Zeitdruck, Konflikte mit dem Chef oder Kollegen, Überstunden? Was ist es wirklich, das uns an der Arbeit krank machen kann? Dieser Frage gingen Wissenschaftler der renommierten Stanford University nach und identifizierten die zehn wichtigsten Stressoren mit negativem Einfluss auf die Gesundheit.

Eine Meta-Analyse von insgesamt 228 Studien der Stanford University in Kooperation mit der Harvard Business School kam zu dem Ergebnis, dass es insgesamt zehn Stressoren gibt, die für die meisten arbeitsbedingten Krankheits- und Todesfälle in den USA verantwortlich sind und dadurch zumindest auch teilweise auf die gesamte westliche Arbeitswelt übertragbar sind.

Stress am Arbeitsplatz trägt in den USA jährlich direkt oder indirekt zu mindestens 120.000 Todesfällen bei.

Die häufigsten physischen Folgeerkrankungen waren im Rahmen der 228 ausgewerteten Studien Herzinfarkte, Schlaganfälle, eine erhöhte Unfallrate (beispielsweise aufgrund einer nachlassenden Konzentration) sowie grippale Infekte wegen eines geschwächten Immunsystems. Auf der psychischen Ebene wurde ein Zusammenhang zwischen Stressoren am Arbeitsplatz und Depressionen, Angststörungen sowie Demenz ausgemacht.

Insgesamt fassen die Professoren der Stanford University die zehn größten Stressoren am Arbeitsplatz – und damit Gefährdungen für Ihre Gesundheit:

Die größten Stressoren mit gesundheitlichen Folgeschäden auf physischer Ebene:

  1. Schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  2. Arbeitslosigkeit
  3. Jobunsicherheit
  4. Passivrauchen
  5. Leistungsdruck
  6. Gefühl des Kontrollverlustes im Job
  7. Fehlende Krankenversicherung
  8. Geringer sozialer Rückhalt am Arbeitsplatz
  9. Gefühl der Ungerechtigkeit am Arbeitsplatz

Die größten Stressoren mit gesundheitlichen Folgeschäden auf psychischer Ebene:

  1. Schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  2. Arbeitslosigkeit
  3. Leistungsdruck
  4. Gefühl der Ungerechtigkeit am Arbeitsplatz
  5. Passivrauchen
  6. Jobunsicherheit
  7. Gefühl des Kontrollverlustes im Job
  8. Geringer sozialer Rückhalt am Arbeitsplatz
  9. Schichtarbeit
  10. Überstunden

Alle Ergebnisse der Studie sowie ein Interview mit den Studienleitern finden Sie hier.